Tipps für deine Reise in den Oman

21. September 2017
Reise in den Oman - Bahla

Denkst du gerade darüber nach, eine Reise in den Oman zu machen? Du hast schon einiges über das Land gehört und Fotos von den atemberaubenden Berglandschaften, den Wadis, dem Meer und der Wüste gesehen? Du bist neugierig geworden, aber trotzdem noch unentschlossen? Das solltest du nicht sein, denn der Oman ist ein sehr sicheres und aufgeschlossenes Land. Die Freundlichkeit und Gastfreundschaft der Menschen ist überwältigend. Und wenn du dich für die arabische Kultur interessierst, ist der Oman das perfekte Reiseziel für dich.

Um dich bei deiner Reiseplanung zu unterstützen, habe ich hier einige Infos und Tipps zusammengetragen und du erfährst, wo wir überall Station gemacht haben. Ganz unten im Beitrag findest du außerdem Links zu meinen bereits veröffentlichten Berichten. Danach hast du hoffentlich keine Zweifel mehr und wirst voller Vorfreude deinen Flug buchen.

Ein paar Fakten über den Oman

Du findest das Sultanat Oman, mit seiner Hauptstadt Maskat (auch Muscat), auf dem östlichen Teil der Arabischen Halbinsel, am Golf von Oman und dem Arabischen Meer. An den Oman grenzen Jemen, Saudi-Arabien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate. Etwas mehr als 4 Millionen Menschen leben hier derzeit auf einer Fläche von 309.500 km². Zum Vergleich: In Deutschland sind es mehr als 82 Millionen auf 357.376 km². Es überrascht somit wohl nicht, dass der Oman eines der am dünnsten besiedelten Länder der Welt ist.

Dank seines Herrschers Sultan Qaboos ist der Oman auf Neutralität ausgerichtet und wird deshalb als die „Schweiz Arabiens“ bezeichnet. Die Religion des Omans ist der Islam. Gesprochen wird Arabisch, aber Englisch ist Handelssprache und deshalb weit verbreitet. Das hilft ungemein bei der Verständigung mit den Einheimischen, die als Omaner oder auch Omanis bezeichnet werden. Das Zahlungsmittel im Oman sind Omani Rial (OMR). Die Zeitverschiebung beträgt +3 Stunden zur Mitteleuropäischen Zeit im Winter und +2 Stunden im Sommer.

Sultan Qaboos

Mit dem Flieger in den Oman

Wir sind mit Qatar Airways ab Berlin knapp sechs Stunden bis nach Doha geflogen, wo wir einen Zwischenstopp eingelegt haben. Von dort erreichten wir nach weiteren 1,5 Stunden Maskat. Es gibt aber auch Direktflüge von Deutschland in den Oman, zum Beispiel ab München oder Frankfurt am Main. Die durchschnittliche Flugzeit beträgt dann knapp 7 Stunden.

Einreise in den Oman: Reisepass, Visum und Medikamente

Für die Einreise in den Oman benötigen deutsche Staatsangehörige einen gültigen Reisepass. Dieser muss mindestens noch sechs Monate nach Einreise gültig sein. Hinzu kommt ein Visum, welches vor der Reise bei omanischen Botschaften beantragt werden kann. Noch einfacher erhältst du dieses bei der Einreise am Flughafen in Maskat oder an vielen der Grenzübergänge der Vereinigten Arabischen Emirate.

Als wir im Oman waren gab es noch ein 10-Tage Visum für 5 OMR (knapp 10 Euro). Allerdings wurde dieses 2017 abgeschafft und jetzt ist nur noch ein Visum für 30 Tage erhältlich, welches 20 OMR (ca. 45 Euro) kostet. Bei Bedarf kann es zu denselben Kosten um einen weiteren Monat verlängert werden. Wenn du die Gültigkeit deines Visums überschreitest, musst du pro Tag eine Strafgebühr in Höhe von derzeit 10 OMR zahlen. Bitte beachte, dass es gesonderte Regelungen gibt, falls du auf dem Landweg aus den Vereinigten Arabischen Emiraten oder Dubai in den Oman einreisen möchtest.

Wenn du auf bestimmte Medikamente angewiesen bist, solltest du im Zweifel ein mehrsprachiges, ärztliches Schreiben dabei haben, das deren Notwendigkeit attestiert. Dies gilt vor allem für Psychopharmaka sowie Schmerzmittel, da der Besitz und somit natürlich auch die Einfuhr von Drogen im Oman schwere Vergehen sind. Besser ist es dann, wenn du einwandfrei belegen kannst, wofür du deine Medikamente benötigst.

Ein solches Formular für die Mitnahme von Medikamenten kannst du dir auf der Website des ADAC herunterladen und von deinem Arzt ausfüllen lassen.

Die beste Zeit für eine Reise in den Oman

Im Grunde gibt es im Oman nur zwei Jahreszeiten: Sommer und Winter. Der Sommer geht von Mai bis September und der Winter von Mitte Oktober bis Anfang April. Natürlich unterscheiden sich die klimatischen Bedingungen von Region zu Region und in den Bergen ist es kühler, als in der Wüste – egal zu welcher Jahreszeit. Dennoch dürfte die Sommerzeit für dich zu heiß werden, da Temperaturen zwischen 35 und 48 Grad vorherrschen. Auch ist die hohe Luftfeuchtigkeit in den Küstenregionen nicht zu unterschätzen. Versuche also deine Reise in den Oman lieber in die Winterzeit zu legen, denn dann lässt es sich bei angenehmen 20 bis 30 Grad gut aushalten.

Strand in Sur

Dauer und Stationen unserer Reise in den Oman

Wir waren über Weihnachten und Silvester (2015/2016) im Oman unterwegs und hatten für unsere Reise 11 Tage zur Verfügung. Wenn du dich nicht völlig verausgaben willst, wird das einfach nicht ausreichen, um alle sehenswerten Ecken des Omans aufsuchen und wirklich genießen zu können. Denn teilweise sind diese doch recht weit voneinander entfernt. Aber auch wenn du nur zehn bis 14 Tage zur Verfügung hast, kannst du in dieser Zeit sehr viel entdecken und erleben.

Anfangs- und Endpunkt unserer Reise war Maskat, denn hier landete und startete unser Flieger. Dazwischen sind wir sehr viel herumgefahren und das waren unsere einzelnen Stationen:

1. Tag – Ankunft in Maskat und Weiterfahrt nach Nizwa

Am ersten Tag passierte nicht wirklich viel. Wir waren über Nacht geflogen und sind vormittags in Maskat angekommen. Gegen Mittag saßen wir dann im Mietwagen und haben noch die erste Etappe nach Nizwa gemeistert. Dort trafen wir am frühen Nachmittag ein und sind erst einmal für mehrere Stunden in Tiefschlaf gefallen, so erschöpft waren wir. Das würde ich so vermutlich nicht noch einmal machen. Es birgt ja doch einige Risiken, wenn den Fahrzeuginsassen ständig die Augen zufallen. Zum Glück ist aber alles gut gegangen.

2. bis 4. Tag: Nizwa und Umgebung

Nizwa zählt zu den sehenswertesten Orten im Oman. Die Stadt liegt mitten in einer traumhaften Berglandschaft und somit hat auch die Umgebung sehr viel zu bieten. Ein Aufenthalt hier sollte bei deiner Reise in den Oman deshalb auf keinen Fall fehlen.

In Nizwa selbst lohnt sich auf jeden Fall ein Besuch des Stadtkerns und Bummel durch den Souk – am besten am Vormittag. Hier findet freitags auch immer ein Tiermarkt statt, auf dem du zwar ganz sicher nicht der einzige Tourist sein wirst, den du dir aber trotzdem anschauen solltest. Außerdem ist das alte Fort, das inzwischen aufwändig restauriert wurde, definitiv einen Besuch wert.

Darüber hinaus kannst du wirklich viele schöne Ausflüge in der Umgebung von Nizwa machen. Hierzu zählen zum Beispiel eine Wanderung durch das Wadi Tanuf (und einige andere), die Besichtigung der Festungen von Jabrin und Bahla und Fahrten zum Jebel Akhdar und dem Saiq-Plateau sowie dem Jebel Shams (höchster Berg des Oman) und Grand Canyon.

Ich muss wirklich sagen, dass ich in dieser Region gern noch mehr Zeit zur Verfügung gehabt hätte, weil mich die Bergwelt sehr in ihren Bann gezogen hat. Wenn du dort bist, wirst du das ganz sicher verstehen.

Reise in den Oman - Wadi Tanuf

Wandertag im Wadi Tanuf.

Reise in den Oman - Ausflug zum Jebel Akhdar

Ausflug zum Jebel Akhdar.

Ein schönes Spektakel: der Tiermarkt in Nizwa.

5. Tag: Bergdorf Misfah

Misfah oder auch Misfat al-Ibriyeen zählt zu den schönsten Bergdörfern des Oman. Der alte Ortskern, durch den sehr enge Gassen führen, ist komplett aus Natursteinen gemauert und das wollten wir einfach sehen. Grundsätzlich kannst du einen Tagesausflug von Nizwa aus machen, da die Fahrzeit nur ca. eine Stunde beträgt. Weil wir aber gelesen hatten, dass man auch in einem der alten Lehmhäuser übernachten kann, haben wir das einfach für eine Nacht gemacht. Neben der Erkundung des kleinen Ortes kannst du lange durch den angrenzenden Oasengarten wandern. Ich fand es hier wunderschön!

Unser bescheidenes Nachtlager zwischen Lehmwänden im Bergdorf Misfah.

Der wunderschöne Oasengarten in Misfah.

6. Tag: Eine Nacht im Wüstencamp in der Wahiba Sands

In den Oman fahren, ohne in der Wüste zu übernachten, stand für uns absolut nicht zur Debatte. Deshalb haben wir auch das gemacht und absolut nicht bereut. Es gibt einige Wüstencamps, die für dieses Erlebnis zur Auswahl stehen und es ist für jeden Geschmack und unterschiedlich große Geldbeutel etwas dabei. Wenn du darauf Lust hast, kannst du in den meisten Camps außerdem eine Tour mitmachen, bei denen du mit dem Jeep oder auf dem Kamel die Dünen eroberst. Mit mir und den Kamelen sollte es irgendwie nicht sein, aber wir durften eine Runde im Geländewagen mitfahren – ein großer Spaß!

Unvergesslich: Eine Nacht in der Wüste.

7. und 8. Tag: Sur

Sur – was soll ich sagen. Die Stadt mit etwa 90.000 Einwohnern und kleinem Zentrum ist recht überschaubar. Unser kurzer Aufenthalt dort war nicht übel, aber ganz sicher nicht das Highlight unserer Reise in den Oman. Uns hat es dorthin eigentlich auch nur verschlagen, weil ich in der Nähe unbedingt Schildkröten in freier Wildbahn sehen wollte. Ein deutsches Paar erzählte uns unterwegs jedoch wie das in etwa abläuft und dabei war mir die Lust auf dieses kleine Abenteuer vergangen. Es blieb deshalb hauptsächlich bei ausgedehnten Spaziergängen am Strand und Seeluft schnuppern.

Sonnenuntergang in Sur

9. bis 11. Tag: Fischerdorf Qantab und die Hauptstadtregion

Mit Qantab sieht es schon ganz anders aus. In diesem kleinen, beschaulichen Fischerdörfchen haben wir gewohnt und ich hätte hier unendlich viel Zeit verbringen können. Wahrscheinlich weil es dort einerseits so ruhig und unaufgeregt zuging. Andererseits liegt es in der Hauptstadtregion und mit dem Auto kommt man relativ schnell nach Matrah und Maskat.

Blick auf das Fischerdorf Qantab in der Hauptstadtregion

Matrah liegt nur ca. drei Kilometer von der Hauptstadt entfernt. Und im Gegensatz zum doch recht sterilen Maskat ist Matrah lebhaft und ein bisschen laut, dafür aber auch ursprünglicher. Einen schönen Hauch von Orient bekommst du bei einem Bummel auf der Uferstraße, der Corniche, und vor allem im Souk, wo es nach Weihrauch und Gewürzen duftet und du die schönsten Souvenirs kaufen kannst.

Auch in Maskat lässt sich ein kleiner Bummel durch die „Altstadt“, in der es allerdings nicht viel Altes gibt, und beispielsweise zur Bucht von Maskat machen oder einen Blick auf den Arbeitspalast von Sultan Qaboos werfen. Sehr lohnenswert ist ein Abstecher zur Sultan Qaboos Grand Mosque bei Al-Azaiba. Es handelt sich hierbei um die größte und schönste Moschee des Oman und sie kann auch von Nichtmuslimen besichtigt werden. Lange (wirklich lange) Kleidung ist hier Pflicht und Frauen müssen sich ausnahmsweise mal ein Kopftuch umbinden.

Weitere sehenswerte Regionen im Oman

Sollte es ein nächstes Mal geben, was ich wirklich hoffe, dann würde ich auf jeden Fall sehr gern noch mehr Zeit im Norden und in den Bergen verbringen. Außerdem würde ich zum Kap Musandam fahren, das sich nördlich des Territoriums der Vereinigten Arabischen Emirate befindet. Die Landschaft dort soll spektakulär sein. Und auch in die Region um Salalah würde ich gern noch einen Abstecher machen.

Unser Mietwagen. Unkaputtbar.

Herumreisen im Oman

Ich sage es gleich vorweg: Ohne Mietwagen ist es unter Umständen etwas beschwerlich, im Oman herumzukommen. Denn Zugverbindungen gibt es derzeit noch keine und auch Busverbindungen bestehen nur zwischen wichtigen Städten. In der Hauptstadtregion könntest du auf Taxis oder Minibusse setzen. Für weitere Strecken ist es vielleicht sogar möglich, private Fahrer zu finden. Dies kann ich jedoch nicht mit absoluter Gewissheit sagen. Von Maskat gibt es Inlandsflüge nach Salalah und Khasab (Musandam).

Mit einem Mietwagen ist das Reisen im Oman dagegen sehr einfach. Und dafür, dass es in den 70er Jahren gerade mal ein einziges asphaltiertes Stück Straße gab, das auch nur 10 Meter lang war, sind inzwischen viele Straßen richtig gut ausgebaut.

Wir hatten bereits in Deutschland einen Mietwagen gebucht und eigentlich gehofft, dass wir einen günstigen 4WD bekommen. Denn wir hatten vor, auch ein bisschen im Gelände zu fahren. Aber dieser Wunsch ging nicht in Erfüllung und so musste es mit einem normalen PKW gehen. Schlussendlich hat uns das aber nur in wenigen Situationen etwas eingeschränkt.

Und selbst, wenn es mal klemmt, gibt es meist eine Lösung. Beispielsweise darf der Jebel Akhdar nur mit 4WD befahren werden. Hierfür bieten aber Einheimische gern ihre Fahrdienste an. Falls du in einem Wüstencamp übernachten möchtest, ist bei vielen Anbietern ein Abholservice inklusive. Wir selbst mussten nur wenige Meter durch den Sand und haben es auch allein geschafft. Auf dem Hinweg fuhr allerdings jemand vom Camp vor uns her und für den Rückweg hatten wir eine Notfallnummer dabei. Im Alleingang solltest du auf keinen Fall mit einem normalen PKW in die Wüste fahren. Du solltest dich aber auch nicht verrückt machen, wenn dein Budget kein Fahrzeug mit Allradantrieb hergibt.

Woran du vor deiner Reise in den Oman allerdings denken solltest: Besorge dir einen internationalen Führerschein, falls du noch keinen hast. Uns ist das erst recht spät eingefallen und es grenzte schon fast an ein Wunder, dass wir den in Berlin noch rechtzeitig bekommen haben.

Womit du auf den Straßen des Omans rechnen solltest, sind einerseits freilaufende Kamele, die vor allem in der Nacht zu einer möglichen Unfallgefahr werden können. Also immer schön die Augen offen halten und vorsichtig fahren! Außerdem kannst du plötzlich in Straßenkontrollen geraten, wenn du über Land fährst. Aufgrund der Lage in Jemen werden diese von der Polizei und dem Militär durchgeführt. Wir sind zweimal in so eine Kontrolle geraten und haben bei der ersten einen ganz schönen Schrecken bekommen, weil das insgesamt einen recht bedrohlichen Eindruck auf uns gemacht hat. Aber ich kann dich beruhigen – es sieht schlimmer aus, als es ist. Verhalte dich einfach ruhig und folge den Anweisungen der Beamten – dann bis du da ganz schnell durch und kannst beruhigt weiterfahren.

Auf Kamele trifft man unterwegs oft und das ist auch gut. Zumindest solange sie einem nicht ins Auto rennen.

Hotels und Unterkünfte im Oman

Im Oman gibt es nicht so wahnsinnig viele Hotels und die meisten befinden sich in der Hauptstadtregion. Die Preise für Zimmer haben es allerdings teilweise in sich. Der Oman setzt nämlich nicht auf Billigtourismus. Ein Grund, warum wir uns nach Alternativen umgeschaut hatten und bei Airbnb fündig wurden. Auch hier ist die Hauptstadtregion gut versorgt. Ebenso werden in Nizwa zahlreiche und bezahlbare Unterkünfte angeboten. Recherche und Vergleich lohnen sich deshalb auf jeden Fall. Und mit etwas Glück kannst du auch noch den schönen Effekt einer Gästewohnung mitnehmen, nämlich mit den Vermietern in Kontakt zu kommen und mehr über das Land, seine Kultur und die Menschen zu erfahren.

Campen im Oman

Wenn dein Budget knapp bemessen sein sollte, dann könnte Campen eine Alternative sein. In Oman gibt es zwar keine offiziellen Campingplätze, aber es hat in der Regel niemand etwas dagegen, wenn du in der Natur dein Zelt aufschlägst. Du solltest hierbei nur beachten, dass du dies in einiger Entfernung zu Dörfern oder Privatgrundstücken und auf gar keinen Fall in einem Wadi tust. Denn in letzteren kann es bei starken Regenfällen schnell zu Überflutungen kommen. Auch solltest du darauf achten, dass du niemanden störst und natürlich keinen Müll liegen lässt.

Besuch der unfassbar schönen Sultan Qaboos Grand Mosque. Deshalb trage ich ausnahmsweise Kopftuch.

Als Frau im Oman

Wie es ist, ganz allein als Frau im Oman unterwegs zu sein, kann ich dir nicht beantworten, da ich mit dem Mann unterwegs gewesen bin. Was ich aber sagen kann: Du kannst dich frei bewegen und musst dich auch nicht verschleiern. Bei der Auswahl deiner Reisegarderobe, solltest du allerdings darauf achten, das du den gebührenden Respekt für die fremde Kultur mitbringst (das gilt natürlich auch für Männer). Für den Oman heißt das konkret, dass du nicht im Minirock oder kurzen Hosen, bauchfrei und überhaupt leicht bekleidet herumlaufen solltest. Trage am besten lange Hosen, Kleider oder Röcke. T-Shirts sind in Ordnung, noch besser sind leichte Blusen oder Hemden mit etwas längeren Ärmeln.

Das Verhalten der einheimischen Männer mir gegenüber war entweder distanziert, allerdings ohne dabei ignorant zu sein. Andere wiederum waren sehr freundlich, aufgeschlossen und haben sich völlig normal mit mir unterhalten. Insgesamt habe ich mich nur zwei, drei Mal etwas unwohl gefühlt, aber das hatte mit den Omanis überhaupt nichts zu tun. In einer Situation waren es junge Männer von wer weiß woher, die uns bei einer Wanderung sehr aggressiv hinterher pfiffen. Und dann gibt es in den Städten noch die pakistanischen Gastarbeiter, die einen anglotzen, als gäbe es kein Morgen. Aber damit lässt sich umgehen.

Die Stellung der Frau im Oman ist übrigens deutlich besser, als in vielen anderen arabischen Ländern. Zwar hat man auch hier oft den oberflächlichen Eindruck, dass das Straßenbild von Männern dominiert wird. Aber auch Frauen dürfen ganz normale Dinge tun, wie einkaufen gehen, Auto fahren, sich mit Freundinnen treffen und arbeiten. Sie gehen zur Schule, absolvieren ein Studium und sind später oft in leitenden Positionen tätig. Insgesamt fördert der Sultan die Gleichstellung der Frauen sehr stark.

Weitere Infos für deine Reise in den Oman

Aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise:
Viele weitere nützliche Informationen, die du auf jeden Fall lesen solltest, findest du beim Auswärtigen Amt.

Reiseführer:
Wir hatten uns den Reiseführer Oman Peter Franzisky und Kirstin Kabasci (Reise Know-how Verlag) gekauft und waren damit insgesamt wirklich zufrieden. Er hat uns bei der Vorbereitung sehr geholfen und vor Ort natürlich auch viele hilfreiche Informationen geliefert.

Meine bisher veröffentlichten Artikel über den Oman kannst du hier lesen:

Hast du noch eine Frage zu deiner Reise in den Oman? Falls ja, schreib sie mir in die Kommentare. Sofern ich kann, beantworte ich sie dir gern.

(Stand der Infos in diesem Artikel: September 2017)

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2 Comments

  • Reply Stefanie Schwarz 25. September 2017 at 21:03

    Danke für die interessanten Eindrücke! Der Oman interessiert mich schon seit Jahren. Schade bloß, dass man das Land quasi nur mit Mietwagen bereisen kann, was leider gar nichts für mich ist…

    • Reply Lu 26. September 2017 at 13:43

      Ja, das ist in der Tat ein Nachteil. Aber vielleicht musst du einfach nochmal schauen, welche konkreten Busverbindungen es gibt oder noch ein wenig Geduld haben. Zugverbindungen sind mindestens in Planung, vielleicht wurde auch schon mit dem Bau begonnen. Das hat sich mir auf der entsprechenden Website leider nicht so ganz erschlossen. Was dann Ausflüge vor Ort betrifft: Unsere Vermieter in Nizwa haben selbst welche ins Umland angeboten. Wenn das nicht der Fall ist, dann können Vermieter oder Hotels garantiert jemanden vermitteln, der gern solche Fahrten übernimmt. Wenn dich der Oman so sehr reizt, würde ich an deiner Stelle die Flinte nicht ins Korn werfen. Wir standen auch einmal etwas ratlos in der Gegend herum, als wir auf den Jebel Akhdar fahren wollten, aber mit dem normalen PKW nicht durften. Es hat keine fünf Minuten gedauert, bis sich drei Einheimische darum gestritten haben, wer uns jetzt durch die Gegend fahren darf. Irgendwas geht immer! :)

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