Bangkok: Eine Stadt wickelt mich um den Finger

11. Oktober 2014
Liegender Buddha Bangkok

Wie in einem futuristischen Film fühle ich mich, während ich im Bauch des Skytrains durch die Skyline von Bangkok schwebe. Eine endlos erscheinende Stadt aus Wolkenkratzern, bis zum Horizont und noch weiter. Ich steige aus. Gerade noch erfrischend klimatisiert, wartet draußen eine schwere Schwüle auf mich, legt sich auf mich, um mich. Ein undefinierbarer, nie zuvor wahrgenommener Geruch klettert in meine Nase, während die Stadt ausatmet. Essensgerüche, Abwässer, Kanäle, Menschen, Abgase von Tuk-Tuks und Taxis, die wie bunte Smarties durch die Straßen kullern.

Wassertröpfchen, steigen auf, bevor sie sich zu gigantischen Wolkenbergen auftürmen und sich früher oder später am Tag mit aller Gewalt wieder vom Himmel in die Tiefe stürzen, um Gerüche und Schmutz und Gewesenes wegzuspülen. Hier und da huscht eine Ratte über den Gehweg. Kakerlaken speisen von den eigens für sie errichteten Mini-Altaren. Riesenechsen schreiten majestätisch durch den Lumpini Park. Kabelknäule hängen wie riesige Lakritzschnecken von Häusern und Laternenmasten herab und versorgen dieses Universum mit neuer Energie. Wer das wohl entwirren muss, wenn mal was kaputt ist?

Menschen und noch mehr Menschen schieben sich durch die Straßen, vorbei an Garküchen, Parks, Plätzen, kleinen Straßenmärkten und riesigen Shopping-Malls. Noch bevor ich bis drei zählen kann, hat mich diese Stadt um den Finger gewickelt. Ich bin fasziniert und kann mich kaum satt sehen, an all dem Unbekannten und Unbegreiflichen.

lumorgenstern_bangkok2lumorgenstern_bangkok5lumorgenstern_bangkok3lumorgenstern_bangkok4lumorgenstern_bangkok10lumorgenstern_bangkok11Aus der Moderne fahren wir in ein anderes Bangkok, stapfen durch die schönsten Tempelanlagen, sehen Buddhas liegend, stehend, immer gigantisch. Mönche, freundlich lächelnd mit ihren orangefarbenen Kutten, schreiten würdig an uns vorüber. Alte und Junge, die eingehüllt in Räucherstäbchenduft ihre Gebete sprechen und Lotusblüten niederlegen. Im Wind flattern und klimpern verheißungsvoll diese Spenden-wünsch-dir-was-Dinger. Sie stoßen mit ihren Nachbarn zusammen und raunen sich zu, welcher Wunsch auf ihnen geschrieben steht – Liebe, Glück, Gesundheit, Geld, eine frohe Zukunft.

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Der Chao Phraya River trägt uns über Kanäle hinter die Kulissen und zu den vielen Sehenswürdigkeiten. China Town verschluckt uns und wir wähnen uns schon wieder in einer anderen Welt, die uns Straßen weiter und mit diversen Mitbringseln beladen irgendwo ausspuckt, damit das nächste Abenteuer beginnen kann.

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lumorgenstern_bangkok6lumorgenstern_bangkok96 Tipps für Bangkok:

  1. Übernachten: Wer nicht zwingend mit seinem Rucksack in einer Herberge auf der Khao San Road unterkommen will, dem empfehle ich für seinen Bangkok-Aufenthalt den Stadtteil Silom in der Nähe des wunderbaren Lumpini Parks.
  2. Verwöhnen: Niemand sollte Bangkok verlassen, ohne eine Massage genossen zu haben. Diese kann man günstig an jeder Straßenecke bekommen, aber es lohnt sich durchaus, etwas mehr zu investieren. Wir waren gleich zwei Mal bei der Sook Sabai Health Massage – ebenfalls im Stadtteil Silom. Neben der traditionellen Thai-Massage habe ich mir auch die Balinesische Ganzkörpermassage gegönnt und fühlte mich danach wie neu geboren.
  3. Essen: Wer Bedenken hat, auf der Straße Streetfood zu kaufen, dieses trotzdem gern probieren will, wird den Eathai Food Court lieben. Dieser befindet sich im Untergeschoss des schicken Einkaufszentrums Central Embassy im Stadtteil Chidlom und bietet klassische Thai-Gerichte aus allen Teilen des Landes. Die Preise sind etwas höher als auf der Straße. Dafür ist das Essen wirklich yummie.
  4. Fortbewegen: Tuk-Tuk geht immer, wird aber irgendwann recht teuer. Schnell und günstig kommt man mit U-Bahn oder Skytrain voran. Für ausgiebiges Sightseeing bietet es sich an, auf ein Boot zu steigen. Vom Central Pier an der Sathom (Taksin) Station kommt man mit Touristenbooten bequem zu vielen Sehenswürdigkeiten. Einfach ein Tagesticket kaufen und an den zahlreichen Stationen ein- und aussteigen, wie es beliebt.
  5. Vermeiden: Sich auf der Straße von Thais bequatschen lassen. Auch nicht von adretten, älteren Herren, die ihren gefälschten Ausweis von der Touristenpolizei zücken und sich sehr hilfsbereit geben. Dann sitzt man im Zweifel nämlich ganz schnell in einem Tuk-Tuk und wird unfreiwillig zu Einkaufstouren oder anderen Dingen genötigt, die man gar nicht machen wollte.
  6. Lesen: Am besten schon vor dem Urlaub einen Blick in „Gebrauchsanweisung für Thailand“ von Martin Schacht werfen.

Erfahrt außerdem, was wir im Norden Thailands erlebt haben und wie sich die Insel Koh Yao Noi im Süden anfühlt.

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Thailand: Bangkok - eine Stadt wickelt mich um den Finger

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  • Daniel 2. Oktober 2017 at 11:10

    Tolle Fotos hast du gemacht da werden Erinnerungen wach. Zu deinen Tipps möchte ich noch zwei Anmerkung machen und zwar das man im Grunde nie Tuk-Tuks benutzen sollte da man immer mehr zahlt. Taxi mit Taximeter sind noch eine Alternative wenn es keine U-Bahn oder Skytrain hat.
    Zum Essen an der Strasse kann ich sagen das es meistens das beste Essen ist was man bekommen kann. Aber auch die vielen Food Courts die man überall findet sind eine günstige Alternative.
    Zum Thema wohnen kann ich persönlich sagen früher als Rucksacktourist bin ich immer in der Umgebung des Hauptbahnhofes gut untergekommen, heute mag ich mehr die Umgebung der Sukhumvit Road dort gibt es gute Apartments und man ist überall sehr schnell.

    • Lu 2. Oktober 2017 at 14:02

      Hey Daniel, vielen Dank für deinen Kommentar! Tuk-Tuk würde ich beim nächsten Mal auch nur noch im Notfall machen. Was das Essen betrifft: ich fand das, was es an der Straße und in den Food Courts gab auch meistens richtig lecker. Aber ich kenne auch Leute, die Bedenken hätten, was an der Straße zu kaufen, und für die ist mein Tipp für das Einkaufszentrum dann glaub ich schon eine ganz gute Alternative. Liebe Grüße Lu

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